Hanna Scheuring – hat alle Drogen ausprobiert

Shownotes

Vom Kult um «s’Vreni», das ihr lange im Weg stand, über eine wilde Jugend mit Drogen-Experimenten bis hin zur Patchwork-Familie mit Mann Daniel Rohr: Schauspielerin Hanna Scheuring spricht im SI.Talk über ein Leben zwischen Freiheit, übergriffigen Fanbegegnungen, und täglichen Gedanken an den Tod – und darüber, warum sie nach der Leitung des Bernhard Theaters Sterbegleiterin werden will.

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00:00:00: Ich habe gesagt, mich gibt es im Verlauf.

00:00:03: Das

00:00:04: heisst Hanna und Harald.

00:00:06: Und wir müssen schauen, dass ich auch etwas sagen kann.

00:00:10: Er hat gesagt ja, du kannst alle Zeiten Welt nimmst dir!

00:00:14: Und ich habe ihm gesagt, du musst es mir auch geben.

00:00:17: Er bringt mich immer aus dem Konzept.

00:00:19: Und ich ihn wahrscheinlich auch aber das macht's auch raus.

00:00:25: Sie gehört zu den erfolgreichsten Theatermacherinnen der Schweiz, ist Schauspielerin.

00:00:30: Regisseurin leitet Zürcher Bernhard Theater und begleitet mich als Freni bei fasten Familien schon seit meiner Kindheit.

00:00:39: Heute, fast vor dem Jahr, ist sie mein Gast im Essentag.

00:00:43: Mega schön Pistale dabei.

00:00:44: Ich

00:00:44: freue mich auch.

00:00:45: Danke, Sina!

00:00:47: Bist du mir böse, dass ich dich als Frene ankündige?

00:00:50: Nein,

00:00:51: nein, gar nicht.

00:00:53: Das ist ehrlich gesagt Alltag.

00:00:55: Also... Ja, ich werde eigentlich jeden Tag aufs Frene angesprochen.

00:00:59: Das Frene wird ich glaube, mein Leben lang nicht mehr vergessen.

00:01:03: Würdest du es gerne loswerden, wenn's gekügt ist?

00:01:06: Nein.

00:01:07: Nicht mehr.

00:01:07: Es gab eine Zeit, in der ich wirklich ... Jetzt ist es einfach mal gut.

00:01:12: Ich bin irgendwie ... Ich bin nicht zufrieden oder ein Teil meines Lebens.

00:01:17: Vier Jahre?

00:01:18: Ja!

00:01:19: Aber das sind nur vier Jahre in einer Arbeitszeit von fast viertzehn Jahren und irgendwie ... Heute ist es mehr so ... Ja, ich würde sagen wir haben wirklich einen guten Austausch des Freien.

00:01:35: Wir sind uns sehr angefriendet mit ihnen.

00:01:39: Wie wenig hast du als Hannah auch gemeinsam mit dem Freien von damals?

00:01:48: Es hat natürlich schon vieles von mir drin.

00:01:50: Auch als Freie.

00:01:52: Ich habe natürlich auch dürfen ... Das ist mega lässig, dass Charles Revinsky mich immer gefragt hat.

00:01:59: Was würdest du noch reinnehmen?

00:02:01: Und ich durfte auch meine Sachen darin geben.

00:02:04: Am Anfang war es für ihn ja so auf die Karriere und in der Bank, zack und so.

00:02:10: Ich habe ihm gesagt ... Du musst einfach die Liebe reinnehmen.

00:02:14: Das ist im freien System an.

00:02:17: Das habe ich einfach gespürt, dass das Verene muss sich immer verlieben.

00:02:22: Und da ... Weil du

00:02:24: dich auch immer verlobt hast zu dieser Zeit?

00:02:27: Nicht einmal.

00:02:29: Ich habe mich schon immer wieder verliebt, aber eigentlich mehr, weil es mich einfach mehr interessiert.

00:02:35: Also ich finde auch bei Romain und so, wenn die Liebe fehlt ist es nicht so interessant.

00:02:42: Emotionen?

00:02:43: Ja!

00:02:43: Wir wollen doch alle, wir wollen Emotion haben und wir wollen natürlich auch das überleiden.

00:02:48: Und wir wollen sehen wie sie glücklich ist und dann wie sie in die Hose geht.

00:02:53: Ja, das ist doch eigentlich das Interessante.

00:02:55: Wenn

00:02:59: hast du am meisten auch unter dem freien Stempel glitten?

00:03:04: Als

00:03:05: ich gemerkt habe, dass ich sehr müde bin, wieder in den Beruf zurückzukommen.

00:03:09: Also als meine erste Tochter auf die Welt kam und da war ich lange ganz in der Mami-Role, dann wollte ich gerne wieder etwas arbeiten, vielleicht mal einen Dreh haben ... und mir noch ein Stück mitspielen.

00:03:24: Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich einfach überall fremd war.

00:03:28: Also in jedem Casting kam es dann irgendwie ... Sie ist halt dachsfremd.

00:03:34: Und dann habe ich plötzlich gemerkt jetzt steht sie mir wirklich im Weg!

00:03:40: Ja dort habe ich wirklich Mühe bekommen.

00:03:43: Es gab aber auch eine Zeit, glaube ich, während fast der Familie, wo ich mich wie nun nicht daran gewöhnt hatte.

00:03:50: Die Leute erkannten mich so und ich habe mich durch den Bahnhof gelaufen.

00:03:56: Und dann ist es so ein ... Ich war überhaupt nicht darauf eingestellt, die Menschen, die mich umarmten haben.

00:04:10: Ich war überrumpelt.

00:04:11: Jetzt kommt es mir zu nehmen.

00:04:15: Ich spielte diese Rolle sehr gerne.

00:04:20: Aber es ist wirklich ... ist jetzt nicht eine intellektuelle politische Persönlichkeit, sondern es war einfach sehr einfach gestrickt.

00:04:29: Was ich auch finde, hat gut gepasst.

00:04:32: Aber ich bin natürlich immer mit dem identifiziert geworden und das hat mich schon manchmal ... Ich

00:04:39: dachte hallo!

00:04:40: Sollte es einfach gestrichen?

00:04:41: Ich habe bei mir noch

00:04:42: etwas anderes.

00:04:45: Und wenn du so ein bisschen das Gefühl hattest In deinem Künstlerisch zu arbeiten, wo du wollte sein und auch in der Wahrnehmung ankommen.

00:04:55: Wann hat das so gewechselt?

00:04:57: Es ist eine gute Frage!

00:04:59: Ist es ein Prozess?

00:05:00: Ja, es ist ein Prozesse.

00:05:04: Ich glaube, es ändert immer, wenn ich mit etwas, was ich heute mache, glücklich bin – mit einer Rolle oder mit einer Regiearbeit.

00:05:12: glücklich bin, dann kann ich auch gut mit dem freien Auskommen.

00:05:15: Dann haben wir es gut.

00:05:16: Wenn ich aber das Gefühl habe, dass man nicht gelungen ist und dann kommt die freie Drehung, dann merke ich wie ... Es hat einfach mit Sicherheit mit der eigenen, mit der inneren Akzeptanz von mir und meinem Weg.

00:05:33: Und da ist halt... Es ist nicht immer gleich.

00:05:36: Diese Akzeptanz geht hin und her, es ist manchmal ein Zweifeln ... Manchmal ist aber auch das Gefühl von Mama, dass es stimmt.

00:05:49: Ich meine heute steht schon einen ganz anderen Punkt.

00:05:51: Du leidest seit mehr als zehn Jahren das Bernhard Theater.

00:05:55: Das steht auch immer wieder mit dem deuten Entertainer Harald Schmidt auf der Bühne?

00:06:01: Das nächste Unprobe der Tischgespräche haben wir am elften Mai.

00:06:05: Wie ist es zu dieser Connection gekommen?

00:06:08: Ja, das ist wirklich ausschön!

00:06:10: Ich habe da halt kennengelernt, etwa vor acht, neun Jahren, als er bei uns in Bernamati nicht auftreten ist als Gast damals noch von Moritz Leuenberger und dann haben wir einfach ein bisschen miteinander geredet und haben uns so gut gemögen.

00:06:27: Und dann hat er mir dort gesagt, du kannst mich jederzeit ... wieder einladen.

00:06:32: Ich finde das super

00:06:33: hier.".

00:06:35: Dann habe ich ihn zwei Jahre später gefragt, ob er die erste eigene Matinee moderieren würde und hat sofort gesagt.

00:06:43: Und es ist ein Jahr später wieder.

00:06:46: Es kam dazu, dass wir uns vorhin getroffen haben und über alles geredet haben.

00:06:51: Wir haben gemerkt, dass sie sehr lustig sind miteinander auch wenn wir uns so treffen beim Essen.

00:07:00: Ja, und dann hat er irgendwann gesagt zu mir, das können wir auch auf der Bühne machen.

00:07:05: Also es war seine Idee?

00:07:06: Ja, ja, es war deine Idee.

00:07:07: Und ich sagte dann, ich weiss nicht recht wie du das machst!

00:07:11: Und wie sollen wir das?

00:07:12: Er sagte gut, kommt gut.

00:07:14: Und als wir das erste Mal gemacht haben ... Das war für mich schon eine Herausforderung.

00:07:20: Er war überhaupt nicht nervös oder so, wie er halt ist in einem normalen Rahmen.

00:07:25: Ich dachte, er sagt einfach, es sei easy.

00:07:29: Ich muss ja das ganze Gespräch leiten.

00:07:31: Du weisst, wie das ist?

00:07:33: Man muss ja gleich einen Bogen haben und Ideen ... Und natürlich ist Harald Oepper, er macht es einem sehr leicht, weil er hat zu jedem Thema etwas zu sagen.

00:07:45: Und wir sind jetzt auch immer ein wenig vorbereitet.

00:07:48: Am Anfang war es schon, dass ich nach dem ersten Mal gesagt habe, Mich gibt es im Verlau.

00:07:56: Das

00:07:56: heisst, Hanan und Harald.

00:07:58: Und wir müssen schauen, dass ich auch etwas sagen kann.

00:08:02: Ist das so auf Augenhöhe?

00:08:04: Oder hast du den Platz etwas erkannt?

00:08:06: Also nicht erkämpft.

00:08:07: Ich musste ihm einfach sagen.

00:08:09: Er hat gesagt ... Ja ja ja!

00:08:10: Du kannst alle Zeiten der Welt nimmst.

00:08:13: Und ich habe ihm gesagt, du musst es mir auch

00:08:16: geben.

00:08:16: Weil du bist so stark

00:08:19: oder?

00:08:20: Ja und ich bin nicht jemandem, was ich nicht mache.

00:08:23: Er ist wirklich toll, er ist wirklich lustig.

00:08:27: Und dann mussten wir das wissen finden.

00:08:31: Und er sagt, nein, er macht es einfach weil er das Gefühl hat, er muss liefern.

00:08:36: Er ist sich gewohnt lieferen lieferend liefern und er musste uns Vertrauen überkommen... dass ich auch übernehme und dass sich auch lustige Sachen erzählen kann.

00:08:47: Und jetzt haben wir es richtig ... Also, es ist wirklich von so eine richtige Lässung geworden.

00:08:51: Jetzt gehen wir dann zusammen auf die Schweizer Tournee.

00:08:54: Wir reißen natürlich durch die ganze Schweiz ab dem Herbst.

00:08:57: Und zum Teil jeden Tag noch einmal den Anderen.

00:08:59: Und wir freuen uns beide, weil ich glaube das Gespräch wird einfach immer lässiger.

00:09:04: Weil wir uns immer besser kennen und wir können uns immer bessere Bälle geben.

00:09:09: Aber es ist wirklich jeden Tag neu, das ist nicht die Probe.

00:09:13: Wie unprobt improvisiert ist es?

00:09:15: Es ist improvisiert!

00:09:17: Es gibt natürlich so viele Themen, in denen ich weiss ... Die wollen die Leute auch wissen oder also ... Natürlich wollen die Menschen immer wissen wie das zum Traumchef kommt und wie er im Traumschef spielt.

00:09:30: Das ist ja auch schräg, oder?

00:09:32: Und das ist immer ein Thema, was mich persönlich interessiert.

00:09:36: Gesundheit, ich finde mir... Was machst du für Gesundheit?

00:09:40: Schlafen, alles diese Ernährung.

00:09:43: So ein paar Sachen, die mich interessieren.

00:09:45: Das sind schon Sachen, wo ich immer wieder etwas anschneide.

00:09:49: Aber es gibt auch immer wieder Dinge, die ganz neu sind.

00:09:52: und

00:09:53: ja ... Wie oft hat es auch schon geredet, dass er mich überrascht hat oder vielleicht ein bisschen aus dem Konzept gebracht hat?

00:09:58: Weil er auf einmal mit so Unprobten überhaupt nicht eingestritten wird.

00:10:02: Ja, er bringt mich immer raus am Konzept und ich ihn wahrscheinlich auch aber das macht's auch aus.

00:10:08: also dass wir uns gegenseitig was erzählst

00:10:11: du

00:10:12: jetzt noch nie gehört Aber das ist eben eine Lesung daran.

00:10:16: Es ist wirklich unprobt Und wir müssen beide ja mich so lachen auch auf der Bühne Und das ist einfach mit ihm mega schön.

00:10:24: Was würdest du sagen, hast du jetzt so hinsichtlich Humortiming und Bühnenpräsenz bei ihm vielleicht auch noch ein bisschen abspienseln?

00:10:33: Und was würdest Du sagen, bringst Du als Hanna bei Hanna und Harald mit, wo er sich noch ein wenig abguckt?

00:10:41: Also ich kann von ihm sehr viel lernen natürlich oder wäre nicht?

00:10:46: also der Harald ist einfach Schöckchen der Master, also was er alles einfach aushaut.

00:10:54: Er ist wirklich eine ganz grosse Klasse!

00:10:56: Ich muss sagen aber er macht natürlich auch nichts anderes als die Zeit in Lassen den ganzen Tag um etwas spazieren.

00:11:03: Das ist natürlich anders bei mir.

00:11:05: ich bin voll eingespannt und ich renne von einem Termin zum nächsten und schaffe die Bühne an.

00:11:10: zack und zack... Ich bringe mir die andere Voraussetzungen.

00:11:15: Ich schaue natürlich Bremer wieder, ich habe ihn früher auch immer geschaut.

00:11:18: Also ich habe ihm jahrelang fast jeder Nachbarn geschaut und ich bringe einfach ganz andere Sachen mit.

00:11:25: Also bin halt völlig anders gewickelt.

00:11:30: Ich bin vielleicht jemanden, der empathischer kann zulassen, der auch einmal ein Pausen lässt.

00:11:38: Da hat er Mühe.

00:11:39: Er geht immer gerade rein und sagt, du musst nicht rein.

00:11:42: Warte mal ab!

00:11:45: Das entsteht manchmal.

00:11:46: Manchmal ist ein Pausen auch gut, weil man es durchschnurfen kann.

00:11:51: Das kennt man vielleicht auch aus dem Theater oder dort?

00:11:54: Hast du auch so künstlerische Pausene je nachdem

00:11:57: ... Pausenen machen so viel los.

00:11:58: Es ist so wichtig, wo man einen Paus macht, wo eine Saison damit

00:12:04: voll

00:12:05: ankommt.

00:12:06: Aber natürlich ich ... Ich bin nicht die Lustung bei uns zwei.

00:12:09: Wir haben das gegenseitige Plattform, ich erzähle ihn ein bisschen und er macht den Witz eigentlich mehr oder weniger.

00:12:18: Wobei mein Sohn auch immer sagt, Mama, du bist ja lustig!

00:12:21: Weisst du es nicht?

00:12:22: Du hast aber auch fast wieder eine Familie parallel.

00:12:27: Denn dort bist du auch immer etwas aufgebaut.

00:12:32: Das ist so ... Ich bin noch so sozialisiert Natürlich.

00:12:37: Das ist ein Riesenthema, Frauen und Humor oder?

00:12:40: Und darf die Frau den Witz abschüssen oder nicht?

00:12:44: Das ist das Riesenthema.

00:12:46: Ich wurde genau in dieser Zeit sozialisiert, wo wir für den Flipp alle Gags gemacht haben und er konnte abschüssen.

00:12:57: Aber ich finde heute Gags zu machen alleine ist gar nicht so spannend.

00:13:03: Also mir gefallen ... Also diese Aspekte von etwas Schönes fragen, einen Ruhm geben.

00:13:14: Wenn ich merke, dass jemand das gut kann, dann bin ich hin und weg!

00:13:19: Ich finde es geht nicht nur um Gags.

00:13:22: Jetzt stehst du auch noch in einer anderen Rolle bei dir im Theater auf der Bühne.

00:13:26: Nämlich im Stuck.

00:13:27: Wir sind die Neuen.

00:13:30: Was ist... Das kurligste an dieser Geschichte des Generationen-Konfliktes.

00:13:36: Das Lässige finde ich daran, dass wir von den Alten gehören zu diesen Alten, die dann wieder zusammen in eine Wege sind und diese Lust haben auf das Leben und wollen über alles streng schlagen.

00:13:52: Wir gehen nicht mehr verlieren.

00:13:55: Wir wollen tanzen, wir wollen am Abend zusammen in der Küche hocken und weitrinken und diskutieren, um Lust zu haben.

00:14:03: Und nach oben wohnt die Wege mit den drei Jungen.

00:14:06: Die sind genau das Gegenteil.

00:14:08: Sie möchten Karriere machen, lernen, früh ins Bett, gesund leben ... Ich finde es kurlig an dieser Geschichte, dass sie so aufeinander ... Sie crashen eigentlich in die tauschte Rolle, so wie man es früher umgekehrt hat.

00:14:26: Und ich glaube das macht sehr viel von diesem Humor aus, dass sie oben finden ... Könnten bitte die Schuhe auch ... Und wir finden zu Hause.

00:14:36: Wir haben immer die Schuh an dem Heim!

00:14:38: Also ich merke so, das sind Sachen, die ... Das ist einfach ... Ja... Das sind völlig neue Situationen oder?

00:14:46: Aber der Rollentausch, was würdest du sagen?

00:14:48: Ist er überhaupt so weit weg von der Realität heute?

00:14:51: Ich glaube es ist im Fall nicht.

00:14:53: Also jetzt gerade das mit den Schuhen ist ja wirklich lustig!

00:14:56: Bei mir daheim muss niemand die Schuhe abziehen.

00:15:00: Klar wenn du durch den Dreck gelaufen bist und es ist nass klar... aber ich sage immer lasst die Schuh an weil ich finde, dass man sagt Ja, der Schuh kann so gerne schuhen.

00:15:11: Dann gehört ihr irgendwie auch zum Outfit.

00:15:14: Wenn ich in den Socken rumlaufen muss, gibt mir das einfach ein anderes Feeling.

00:15:20: Ich meine, sowohl bei meiner Tochter als auch bei meinem Sohn ist es völlig normal, dass man die Schuhe abzieht und wir gehen so nicht um ... Natürlich ist es Reinlichkeit, aber es geht irgendwo darum sich wohlfühlen und so.

00:15:34: Das ist nur ein Beispiel.

00:15:36: Aber ja, ich habe das Gefühl, es hat schon etwas.

00:15:40: Und wie ist es bei euch in der Familie?

00:15:43: Du hast schon zwei erwachsene Kinder dazwischen.

00:15:47: Die älteren Generation, die du dazu gehörst, bildert fühlen als die Jungen.

00:15:54: Also ich glaube schon ... Meine Kind hat nie so schlimme Wilde hier wie mich damals und meine Mutter, die im Himmel oben ist... Sie schaut immer nach oben.

00:16:06: Sie mussten schon ein bisschen leiden unter mir, und ich musste bei meinen Kindern in dieser Beziehung weniger leiden, dass sie so etwas über die Strengen geschlagen haben.

00:16:20: Aber vielleicht habe ich auch nicht ganz alles gewusst, denke ich an mich.

00:16:26: Wie fest hast du dich über die Strenge geschlagen?

00:16:28: Wenn du das sagst ... Ich

00:16:29: habe es schon sehr über die Strange geschlagen.

00:16:32: Ich bin so neugierig.

00:16:34: Ich war immer noch, aber zwischen den Fünfzehn und die Achtzehn.

00:16:39: Ich wollte alles wissen – alles!

00:16:41: Und ich hatte auch von nichts Angst oder so richtig Angst.

00:16:45: Ich habe mich in dieser Zeit fast für unzerstörbar gehalten.

00:16:54: Dass mir etwas passieren könnte, dass es mir weit weg war.

00:16:59: Darum musste ich einfach alles wollen.

00:17:01: Also auch jegliche Droge ausprobieren?

00:17:04: Alles.

00:17:05: Und

00:17:05: nie schlechte Erfahrungen?

00:17:06: Mal!

00:17:07: Natürlich, ich habe viel schlechte Erfahrungen gemacht.

00:17:10: Ich hatte Horrortrips und musste mich erbrechen und ganz blöd zu sein.

00:17:16: Aber ich hatte das grosse Glück, dass ich eine beheutete starke Kindheit hatte mit sehr viel Liebe.

00:17:29: Und ich hatte einen Stamm in mir oder vielleicht immer noch.

00:17:34: Und dann hat mich irgendwie bewahrt, ich konnte weitaus und bin immer wieder zurückgekommen.

00:17:40: Ich glaube, wir mussten nie Angst haben, um sich in die Eintrugung abzuweichen

00:17:46: ... Also nie abhängig zu sein?

00:17:47: Nein, nie abgängig.

00:17:49: Ich habe einfach das Zeug ausprobiert.

00:17:51: Dann dachte ich mir, jetzt habe ich es gesehen.

00:17:52: Ich muss es nicht weitermachen!

00:17:55: Ich muss jetzt nicht anfangen, Heroin.

00:17:57: Ich kann es aber wissen, wie es ist.

00:17:59: Das hast

00:18:02: du genug?

00:18:03: Wie war es?

00:18:03: Ja, es war eine starke Erfahrung.

00:18:06: Aber ich wusste nicht ... Es ist kein normaler Leben.

00:18:15: Ich will hier sein!

00:18:17: Ich will wach sein im Leben und nicht in einer künstlichen Zustand sein.

00:18:24: Und

00:18:24: wie bist du auch da?

00:18:26: So ein Freundeskreis?

00:18:28: Oder hast du dann einfach, was du gerade wollte, die dein Neugier hergetrieben hat.

00:18:33: Ja ich bin natürlich schon so... Ich habe mir diese Freundes Kreise damals etwas gesucht gehabt und dann bin ich wieder weg.

00:18:42: Meine Neugiere hat mich schon weit herumgetrieben

00:18:45: Aber du hast die Heihattik gehabt oder dann auch noch andere Freunde gehabt, also in diesem normalen Raum.

00:18:50: Ja und wirklich aber auch dass ich so viel einfach einen guten Boden nicht erhoben habe von daheim.

00:18:56: So viel Vertrauen und Liebe zur Versicht.

00:19:01: Wie viel Fest ist heute noch?

00:19:02: Gibt es noch Exzesse?

00:19:04: Also nicht mehr so wie früher.

00:19:06: Ich tue gerne ab und zu ein kleines bisschen weit trinken, manchmal auch zwei, drei.

00:19:12: Und manchmal wird es morgen am zwei bis drei bei mir.

00:19:16: Aber nicht mehr als früher interessiert mich nicht mehr.

00:19:19: Diese Zeiten sind verbindend.

00:19:22: Aber wenn wir jetzt noch einmal den Generationenkonflikten anschauen ... Bist du heute wilder als deine Kinder?

00:19:28: Nein!

00:19:28: Das

00:19:28: nicht?!

00:19:28: Nein,

00:19:29: nein!

00:19:31: Also vielleicht... Ja, nein.

00:19:34: Ich glaube es nicht.

00:19:35: Also ... Nein!

00:19:39: Ich muss auch nicht so viel nachholen.

00:19:42: Die, die wir spielen, müssen noch mal ganz viel nachholt werden.

00:19:46: Sie haben auch viele Jahre versucht in einem normaleren Leben zu rankten und haben gemerkt, dass sie nicht erfüllt sind oder so.

00:19:57: Schon einmal anders als ich.

00:19:59: Ich habe das Gefühl, ich darf so viel.

00:20:03: so viel erleben und ausleben dürfen.

00:20:06: Und immer noch, dass ich das gar nicht brauche in Exzesse gehen muss.

00:20:10: Irgendetwas

00:20:11: müssen wir aufholen oder so?

00:20:13: Wann klebt es dann bei euch zu Hause, so hinsichtlich zwischen den Generationen?

00:20:21: Bei uns klebt's eigentlich gar nicht mehr so.

00:20:23: Also vielleicht wieder manchmal ist es zwischen mir und meinem Enkel, wenn ich ihm so ... So jetzt!

00:20:30: Aber ... meinen Tochter und meinem Sohn nicht mehr.

00:20:37: Wo merkst du vielleicht die Meinungen?

00:20:39: Oder die Haltungen zu etwas oder Positionen?

00:20:47: Ich glaube, meine Kinder sind jetzt zum Glück eher ähnlich gewickelt, was so Einstellungen anbelangt und Lebenshaltung.

00:21:00: Aber ... Grundsätzlich gibt es manchmal schon jüngere Leute, die ich stuhen kann.

00:21:07: Dass sie vergessen zu leben und dass man das immer abstellen muss.

00:21:14: Und dass wir in der Natur vorausgehen können.

00:21:18: Dass miteinander schwätzen viel wichtiger ist als immer noch mal auf Instagram etwas posten.

00:21:24: Ich finde es einfach mega schön, wenn wir beides freien.

00:21:30: wenn man die neuen Technologien verreinen kann mit dem, was uns auch ausmacht.

00:21:35: Und das ist mega schwer!

00:21:37: Das sehe ich.

00:21:38: Das ist

00:21:38: mega-schwer.

00:21:39: Sondimischung finden ... Ja?

00:21:41: Gibt es

00:21:41: etwas, was dich deine Kinder gelernt haben?

00:21:45: Was du dir noch ... Ich

00:21:45: habe so viel von meinen Kindern gelernt.

00:21:47: Soviel... Also natürlich

00:21:50: v.a.,

00:21:51: wo sie klein waren, das ist schon enorm oder was man von kleinen Kindern lernen kann.

00:21:56: Ich habe jetzt einen Enkel und ich ... Wie das ist, was er alles sieht und gehört.

00:22:04: Auf was er mich aufmerksam macht?

00:22:06: Was wir nicht mehr wahrnehmen.

00:22:09: Es gibt sehr viele Themen, die ich merke, da helfen mir meine Kinder wach zu bleiben und sagen, Mama, das machen wir aber heute nicht mehr.

00:22:21: Das musst du noch mal gut überlegen.

00:22:22: Ist das wirklich ein guter Entscheid?

00:22:26: Ich finde, dort musst du aufpassen und so ... Ein bisschen

00:22:29: im beruflichen Auswahl von

00:22:32: Stuckangeben.

00:22:33: Mein Sohn ist manchmal sehr klar mit mir und ich schätze, dass er ... Ja.

00:22:38: Jetzt hast du gesagt, du bist inzwischen O-Mama.

00:22:43: Wie schön ist diese Rolle für dich?

00:22:45: Ist es wie ein Geschenk?

00:22:48: Oder auch realisieren, dass es in der nächsten Generation kommt.

00:22:53: Wir werden halt älter?

00:22:56: Beides!

00:22:58: Also wo er auf die Welt gekommen ist, habe ich lustig ein Wissensgefühl.

00:23:03: Es ist so wie eine Kugel und ich habe ein Wissen gefühlt ... Jetzt fahre ich also etwas hinab und kippe.

00:23:09: Und da kommt die nächste Generation auf.

00:23:12: Ich bin aber noch hier.

00:23:13: Aber ich bin schon in dieser Position.

00:23:16: So eine Ablösung?

00:23:17: Ja, ja.

00:23:21: Ich finde es natürlich ein Geschenk so zu spüren.

00:23:24: Man kippt langsam etwas weg von der Welt und es kommt aber etwas Neues.

00:23:32: Da ist auch etwas von mir drin im Fluss und ich will überhaupt nicht älter werden.

00:23:39: bei Schöne.

00:23:42: Da bin ich erst am Anfang und habe mega Respekt vor dem, was noch jetzt alles in den nächsten dreißig Jahren so geht.

00:23:49: Weil es auf mich zukommt mit Schmerzen ... Das kann ich nicht mehr, weil ich mir das loslange, wo da kommt.

00:23:58: Aber gleichzeitig merke ich auch, dass etwas wächst.

00:24:02: Und das ist eben so ein bisschen wie ... Ein bisschen über alles einzuschauen und die Sachen werden nicht ganz so tragisch.

00:24:13: Und weil ich etwas mehr den Überblick hatte, was wichtig ist ... Die Behörden haben das auch so

00:24:20: viel.

00:24:22: Ja.

00:24:22: So ein wenig an die Werte zu spüren, um was

00:24:25: geht es?

00:24:26: Um was geht's?

00:24:29: Ich glaube, am Schluss geht es um die Liebe.

00:24:35: Die Liebe, die ich entfinde darf.

00:24:39: Und die Liebe kann man natürlich auch geben.

00:24:42: Das ist das, was bleibt.

00:24:48: Und natürlich auch die Liebe zu mir selbst.

00:24:53: Aber im Grunde ... Es klingt manchmal vielleicht ein bisschen blumig, aber ich glaube, es ist eigentlich das Wichtigste in der Welt.

00:25:05: Das formt halt auch alle um einen, um einem selber.

00:25:11: Jetzt heisst es ja, Grossmutter sein, vielleicht ein Stück weit loszulassen?

00:25:15: Wie leicht fällt sich das jetzt nicht in die Erziehung zum Beispiel hinein zu funken?

00:25:22: Ich genieße das eigentlich.

00:25:24: Dass du nur noch darfst und nicht muss?

00:25:26: Ja, dass ich das nicht muss!

00:25:28: Ich bin sehr im grossen Austausch mit meiner Tochter und schicke mir dann wieder an mein Snap ... Er schreibt und blöde.

00:25:38: Und es hat sich genug gemacht, was soll ich machen?

00:25:40: Ich kann etwas sagen, was ich bei ihr gemacht habe.

00:25:44: Es war auch so eine Tafskwucke.

00:25:48: Man muss immer das erwarten, was man selbst ist.

00:25:54: Aber ich bin froh, dass ich nicht erziehen muss.

00:25:58: Ich muss natürlich schon arbeiten sein, weil ich heute immer wieder ... Und ich muss dann auch ihm sagen, dass das geht nicht, um einmal keine Freude!

00:26:05: Das mag ich jetzt nicht.

00:26:07: Ich will nicht, dass du mir die Augen langst und mich haust.

00:26:10: Du musst geliebt sein mit mir.

00:26:12: Aber ich muss das natürlich nicht so durchziehen.

00:26:16: Und ... Ich empfinde es als einfach ... Es ist so!

00:26:22: Wenn man als Grossmutter mit einem Tag ist, mit einem Kind oder als Mutter.

00:26:28: Das ist total anders.

00:26:29: Was kannst du als grossmutter sein?

00:26:33: Kannst du mich nicht erzielen?

00:26:34: Ich habe Zeit für ihn.

00:26:38: Wenn ich ihn hüten muss ich nichts.

00:26:40: Ich muss nicht kochen, aber ich muss nicht haushalbschmeißen.

00:26:47: Ich bin einfach mit ihm und wir können miteinander Drei Meter führen, zwei Meter zurück.

00:26:54: Zwei Meter rechts und zwei Meter links absitzen.

00:26:57: Es ist eine Zeit, in der man so im Jetzt ist.

00:27:01: Ich empfinde es wirklich als ein Riesengeschenk.

00:27:05: Und das konnte ich

00:27:07: nicht.

00:27:08: Mit zwei kleinen Kindern und alleine.

00:27:10: Man kann schauen, dass alles läuft.

00:27:12: Das war einfach streng.

00:27:16: Jetzt ist es auch mir sehr streng, aber ich habe viel mehr Zeit.

00:27:22: Ist dir immer gut begonnen am Schluss oder bist du damit auch an deine Grenzen gekommen?

00:27:27: Als Mutter.

00:27:29: Ich bin immer wieder an die Grenze gekommen und ich glaube, das kommen alle wenn man ehrlich ist.

00:27:35: Einfach mit zwei kleinen Kindern ist es einfach ... Es ist einfach ausstrengend!

00:27:41: Und dann alleine, ohne Berufstätigkeit?

00:27:43: Ja.

00:27:44: Und dann einen Beruf, den du nicht planen kannst.

00:27:47: Du musst immer schauen, wo die nächste Rolle herkommt... Ich hatte eine gute Idee.

00:27:54: Ich habe sehr viel gecoached in dieser Zeit und Leute gecoacht.

00:27:57: Das konnte ich planen.

00:28:00: Aber wenn ich ein Theaterstück mehr spielte, bin ich oft wieder sechs Wochen ... Ich war eigentlich voll in Charge.

00:28:10: Und danach musste ich mit den Kindern schauen, was mache ich jetzt sechs Wochen?

00:28:14: Oder wir waren auf Tournee und dann mussten sie mitkommen!

00:28:19: Und von wem hattest du Unterstützung?

00:28:20: Ich hatte

00:28:21: schon ein gutes Netzwerk rundum.

00:28:23: Ich hatte einen super freunden Kreis.

00:28:26: Und natürlich auch der Vater der Kinder hat sie manchmal wieder mitgenommen... Ich hatte wirklich viel Unterstützung.

00:28:33: Ich hatte eine gute Grosselderin, die dann auch wie gesprungen sind ... Mit Kita

00:28:38: und ZWZ gab es ja noch nicht so wirklich?

00:28:40: Es gab es

00:28:40: schon, aber ich konnte nie eine feste Kita trauen können.

00:28:43: Möchtest

00:28:43: du nicht immer in den gleichen Tagen

00:28:45: gehen?

00:28:45: Ja!

00:28:45: Und weil ich manchmal am Abend geschafft habe... Ich musste eigentlich ein Netzwerk von Leuten rund um mich kommen, der einfach irgendwie flexibel ist.

00:28:54: Das

00:28:55: war

00:28:57: zu schuldstrengend.

00:29:00: Seit etwa vierzehn Jahren bist du nicht mehr alleine.

00:29:03: Bist du mit Daniel Rohr zusammen?

00:29:05: Hättest du den Mengen gewünscht im Nachhinein früher kennengelernt?

00:29:10: Ja, wir haben uns das beide natürlich immer wieder gesagt.

00:29:14: Wow!

00:29:15: Wie wäre es gewesen auch wenn wir noch ein Kind hätten.

00:29:18: Das wäre wunderschön weil er ein wunderbarer Vater oder er ist ein wunderbares Vater.

00:29:25: Aber es ging jetzt halt nicht so.

00:29:28: Schade, aber...

00:29:30: Das ist der Lauf des Lebens.

00:29:31: Es

00:29:31: hat vielleicht

00:29:35: auch so

00:29:36: sein

00:29:37: müssen?

00:29:38: Ja, es hat sicher so ein... Ja!

00:29:39: Also das war ganz sicher klar.

00:29:40: Danny konnte auch in mein Leben kommen, nachdem ich das und das erlebt hatte.

00:29:45: Ihr habt wie beide Kinder, aber beide haben die mitgebracht quasi.

00:29:49: Wie funktioniert bei euch?

00:29:51: Patchwork.

00:29:52: Ist das von Anfang an?

00:29:53: Es war

00:29:54: smooth.

00:29:55: Nein, das ist nicht smooth gewesen und es ist glaube ich auch etwas was sich immer wieder verändert.

00:30:03: Da gibt's mal Zeit, da geht das besser, dann gehts wieder schlechter und man weiss auch gar nicht so genau warum.

00:30:10: Das sind so viele Konstellationen die zusammen spielen und natürlich am Anfang ist das nicht einfach wenn jemand neues kommt sowohl für Kinder als auch für diese Erwachsene.

00:30:22: Ich versuche meine Kinder möglichst lang so ein bisschen draussen zu halten.

00:30:28: Und sie gar nicht so zu involvieren, dass ich so wahnsinnig verliebt bin.

00:30:33: Das haben Sie natürlich gemerkt, aber ... Ja, das ist einfach eine Herausforderung, wie man das gestalten soll.

00:30:42: und natürlich, Daniel hat dann noch mit uns gewonnen also er hatte mich irgendwann dazukommen.

00:30:49: zur Rekonstellation.

00:30:51: Er hat das sehr gut gemacht, er ist sehr vorsichtig und hat sich zurückgehalten.

00:30:58: Er wollte nie eine Vaterrolle übernehmen.

00:31:01: Ich glaube, meine Kinder haben es auch sehr geschätzt und spürt, dass er sehr sensibel mit dem Umgang geht.

00:31:07: Aber es ist natürlich schon ein Akzept zu akzeptieren, wenn man einmal einen anderen auf dem Sofa sitzt?

00:31:13: Ja!

00:31:13: und nicht nur auf dem Sofa sitzt, sondern bleibt.

00:31:17: Oder das ist schon ... Das ist nicht so einfach.

00:31:21: Ich finde, es haben eigentlich alle recht gut gemacht.

00:31:24: Und trotzdem, das ist immer wieder ein Aufeinanderfinden.

00:31:30: Sind Kinder irgendwie alt?

00:31:32: Nein, seine Kinder sind älter.

00:31:34: Älter!

00:31:35: Ja, also was meine ich?

00:31:39: ja.

00:31:39: Sie sind quasi schon nicht mehr daheim gewohnt, als Dani zu uns kam.

00:31:44: Dann war es für dich fast die grössere Umstellung?

00:31:48: Ja!

00:31:51: Und heute darfst du alle zusammenführen wie nach der EZ.

00:31:55: oder ist es wirklich auch mal so?

00:31:57: Es

00:31:57: ist immer noch mal so und ich glaube das ist auch gut.

00:32:01: Es ist ja nicht sturr, sondern man muss irgendwie immer wieder schauen ... Wie ist es gerade?

00:32:08: Mal kommen die, mal sind sie in dieser Konstruktion.

00:32:13: Ich finde das eigentlich auch ... Ich finde es schön, dass wir so flexibel sind und alle.

00:32:19: Auf der anderen Seite manchmal sehe ich mich auch nach so festen Strukturen oder ich merke, meine Kinder haben sich manchmal nach fester Struktur gesehen.

00:32:28: Bei denen ist es immer so und bei uns ist jedes Jahr anders.

00:32:33: Dann habe ich mir gedacht ja, ich kann euch das ... Die Klarheit und die Tradition vielleicht nicht bieten.

00:32:40: Dafür ist es vielleicht ein bisschen lebendiger, weiss das nicht?

00:32:45: Jetzt ist ja Dani auch Schauspieler.

00:32:48: Er ist auch Regisseur.

00:32:50: Er steht auf der Bühne und bei Wir sind die Neuen hat er über Regie geführt.

00:32:55: wie ist das wenn du beim Probenmalkenortstausch auf der Bühne stehst?

00:32:59: Er ist der Regisseure.

00:32:59: Nimmt er das heim?

00:33:05: Es gibt schon, dass wir es heimnehmen.

00:33:08: Wir haben ja eine verschiedene Konstruktion zusammen geschaffen.

00:33:12: Das ist ja das Lustige!

00:33:13: Ihr habt alle als Bär alle Rollen eigentlich?

00:33:16: Ja,

00:33:16: also manchmal bin ich der Regisseurin und dann steht er auf der Bühne und dann sage ich, ich will das so und so ... Und dann versuche ich zu klären... Manchmal muss man sagen hi und dann muss man halt weiter diskutieren.

00:33:35: Aber wir könnten viel darüber lachen.

00:33:41: Möchtest du auch, wenn man sagt ... Manchmal finde ich es nicht auch und so.

00:33:47: Manchmal findest du es recht.

00:33:49: Und manchmal find ich es so, nein!

00:33:51: Nein?

00:33:54: Ich finde das etwas gesundes.

00:33:58: Es ist lebendig.

00:33:59: Natürlich können andere nach Hause ... Und dann kommt der Partner und er kommt vom Tierheim.

00:34:06: Er hat vielleicht im Tierheim gearbeitet, erzählt von den Hunden und den Katzen.

00:34:10: Dann kommen die anderen Welten rein.

00:34:13: Wir haben immer unser Ding, das wir mitnehmen.

00:34:16: Ja?

00:34:17: Hat Kulturbioenie-Hausverbot?

00:34:20: Es kommt hin und wieder vor, dass ich sage, ich möchte dich nicht hören.

00:34:24: Ich mag es nicht mehr über dieses Reden.

00:34:28: Aber es ist so, dass wir einen Beruf haben ... so leidenschaftlich auch unsere Leidenschaft ist oder unser Interesse, ist schon so, dass man auch gerne miteinander sich bespricht.

00:34:42: Weil die Kultur wäre eh im Bestandteilen oder vom Leben wahrscheinlich jetzt nicht...

00:34:49: Ich finde es spannend, zusammen zu überlegen.

00:34:52: Wie könnte man etwas überprüfen?

00:34:55: Wie könnte es mit dieser Situation besser umgehen und was löst das beim Zuschauer aus?

00:35:03: Das sind Sachen, die uns beide so interessieren.

00:35:08: Was ist, wenn sie privaten Mal knurren und auf Bühne gehen?

00:35:13: Haben Sie auch Probleme, wie auf der Bühnen

00:35:14: gelöst?

00:35:17: Oder macht ihr einen Halt voran?

00:35:19: Ich glaube, da machen wir Halt.

00:35:21: Wir haben ja ein Stück und spielen zusammen.

00:35:23: Das eine ist das Einzige.

00:35:26: Das ist für uns beide immer ein Fest.

00:35:29: Also das ist wirklich ein Fest!

00:35:31: Wir sind in einer Rolle und treffen sich auf der Bühne.

00:35:35: Und dann haben wir natürlich noch die schöne Situation, dass er sich so langsam in mich verliebt und ich ihn am Anfang abblitze.

00:35:43: Und dann irgendwann kommt es zusammen.

00:35:45: und bis jetzt ist es so, dass wir uns beide wie die kleinen Kinder jedenfalls freuen, weil wir wieder Vorstellungen haben.

00:35:54: Einfach für sie so lässig ist, denn er tut mich auch provozieren auf der Bühne.

00:35:59: Er überrascht mich mit Sachen, was er neu macht ... und ich ihn auch.

00:36:03: Ja ja das ist... und das ist auch, weil mir sehr viel Vertrauen hat zueinander kann er Sachen machen Wo man vielleicht bei anderen sich gar nicht trauen würde, wo man weiss das kann er bei mir bringen.

00:36:13: Er bringt mich dann schon aus dem Konzept aber ich kann damit umgehen auf der Bühne.

00:36:17: Das

00:36:18: lernt jemand auch anders kennen wenn man zusammen noch mal auf der bühne steht und so eng schafft.

00:36:23: Ja.

00:36:23: Es ist nochmal

00:36:26: ein bisschen wie ... Wie wenn wir

00:36:31: z.B.,

00:36:31: ich kann das anders übersetzen, wenn man z. B. zusammen von den Tennis spielen oder eine Brettspiele macht?

00:36:41: Du erlebst plötzlich jemanden und merkst noch mal was es gibt für die Seite.

00:36:45: Ja

00:36:45: ja, woher kommt jetzt der Ergie?

00:36:48: Woher musst du dich so durchsetzen?

00:36:52: Und dann lernt sich noch einmal anderes kennen.

00:36:54: Man kommt noch einmal an andere Gebiete in inneren Ahnen.

00:36:58: Hast du ein

00:36:59: Beispiel?

00:37:00: Ich weiss nicht, wenn mich Daniel überrascht auf der Bühne.

00:37:03: Wenn er mir plötzlich einfach anfällt als sehr höflich aber immer zu sagen Danke vielmals!

00:37:11: Und dann läuft er weg und ich mache weiter mit dem Text nach unten wieder zurück und sage Dank, dank, danke, danke!

00:37:16: Und ich weiss jetzt nicht wie er ... Wann hört er auf und wann lässt er mich

00:37:21: reden?!

00:37:22: Und dann muss man ja schauen, dass es mir in den Rollen bleibt.

00:37:25: Und trotzdem, wenn ich so möchte, hat er Lust daran, mich so etwas... ...zu provozieren, wirklich richtig illustrieren.

00:37:32: Und ich merke auch... Ja also ähm... Wie gehe ich mit dem Um jetzt?

00:37:37: Es sind Sachen, die einfach merkst du ja doch in so einem Spieltreib hinzuführen, wo noch mal... Einfach noch einmal ganz ein neues aufeinander treffen ist!

00:37:49: Und das gibt nachher einen Kernreffel?

00:37:51: Nein wir freuen uns daran.

00:37:53: Also jetzt sei dieser sein.

00:37:56: Jetzt haben die Reichnummer eine Gemeinsamkeit.

00:37:58: Er leitet das Zürchertheater Rigiblick, du leidest Bernhard Theater und sind hier irgendwo auch konkurrenten?

00:38:08: Wie erlebst du das für dich denn?

00:38:11: Sind ja schon zwei Kulturinstitutionen in der gleichen Stadt.

00:38:16: Also von den Zuschauerern ist es lustig, dass sich das Gefühl an das Befruchtet sich erinnern.

00:38:22: Ich habe mich im Regi-Blick gesehen, weil ich dort eine Schiehe machen oder spielen.

00:38:28: Dann sagt er, jetzt wollen wir aber einmal in Bernhard Theater kommen.

00:38:33: Wir prallen aufeinander bei Besetzungen.

00:38:37: also wenn ich Schauspieler habe bei mir, die bei ihm auch spielen und er mir sagt ... Jetzt ist der Schauspieler wieder drei Monate besetzt, weil du ihn bei dir hast.

00:38:47: Und dann sage ich, ja also einen Tag kannst du ihn haben und dann sind wir so ... dort haben wir ihn manchmal so, wo man es machen

00:38:55: kann.".

00:38:55: Zack, jetzt klatscht es so voneinander.

00:38:58: Das ist aber auch komisch dann oder?

00:39:00: Das ist der liefste Mensch, aber irgendwie macht er einem mit diesem Moment ein Problem.

00:39:05: Wobei ich nehme sie ja nicht persönlich.

00:39:07: Ich bin auch nicht ich, die den Schauspieler braucht, sondern das ist Theatres.

00:39:12: Und er ist für ihn als Theater und ihm muss man sagen, wir müssen einen Kompromiss holen.

00:39:19: Vielleicht auch nicht schlecht ... Mit jemandem wie ihm kann schon ein Kompromisses... Finden, hingegen wäre es irgendeine fremde Person und hätte schon keine Chance irgendwelche Konkurrenz

00:39:29: zu finden.

00:39:31: Und das macht uns natürlich gelb auch wus.

00:39:33: Wir sind glaube ich beide als Menschen so dass wir versuchen immer irgendwie einen Weg zu finden mit Leuten die... Wollt

00:39:42: ihr so oder nicht?

00:39:43: zunächst?

00:39:43: Ja, also probieren das sowieso.

00:39:47: Irgendwie ... Einfach mal auszubreden.

00:39:50: Wo ist denn irgendwie der Rahmen, den man sich noch treffen

00:39:55: könnte?

00:39:55: Aber dass wir zusammen machen, war das nie eine Idee bei euch?

00:40:00: Nein!

00:40:02: Das bin ich aufruhig.

00:40:04: Ich finde es ganz schön und wichtig auch, dass ich auch mein Theater habe, in dem ich ... ... mein Zeug machen und er hat es ein, dass ich miteinander treffe.

00:40:16: Inszenierungen finde ich auch schön aber... Es ist dann immer wieder gut zurückzukommen.

00:40:21: Das ist mein Bereich und das ist dein... Deins Gärtchen und... Ja, das ist das Geheimnis auch.

00:40:28: Also ich... Das brauche ich!

00:40:31: Ich brauche das schon.

00:40:32: So auch den Raum, in dem ich mich ausbreiten kann.

00:40:37: Du hast eben das Bernhardtheater... Ja.

00:40:41: Und vieles eigentlich, seit Herr Abig für Abig.

00:40:45: Wieso hast du damals gefunden?

00:40:48: Ich nehme die grosse Aufgabe an, obwohl ich auch genug Risiko dahinter gesteckt habe.

00:40:58: Es hat auch etwas mit dieser Situation zu tun gehabt, dass es einfach nicht so gut gelaufen ist ... Also

00:41:06: als Schauspieler?

00:41:07: Ja, dass es einfach nicht weiter gelaufen ist.

00:41:11: Und das ist auch wieder so ... Das Thema natürlich, dass sehr viele Frauen ab dem Zeitpunkt für die Reisge im Beruf haben, also als Schauspielerin, weil sie einfach viel weniger Frauen als Männer braucht.

00:41:22: Weil in sehr vielen Stücken gibt es einfach mehr Männer drin als Frauen.

00:41:27: Immer noch dämpel?

00:41:29: Ja!

00:41:29: Es hat halt immer noch ältere Stücke gespielt.

00:41:33: Also, wo du einfach für ein Stück, vielleicht sieben Männern brauchst und drei Frauen.

00:41:37: Und das uns aber grundsätzlich auf dem Meer mehrheitlich, also meistens etwas mehr Frauen gibt, die den Beruf ausüben oder die Schauspielschule abgeschlossen haben.

00:41:49: Es ist immer so eine Ungerechtgewicht.

00:41:51: Und dann bis zu dreieinzig ist man ... Da braucht man so diese jungen Frauen, die so zack-zack-zeck.

00:41:58: Dann gibt es wie lange Spannen.

00:42:03: Ich glaube, so geht es wahrscheinlich bis zu sieben.

00:42:06: Wo es gar nicht mehr so viele Rollen gibt für Frauen.

00:42:09: Weil Frauen mit fünfzig sind jetzt so interessant in den Themen drin.

00:42:17: Also ich sage das ironisch.

00:42:19: Und es gibt nicht viel Stücke, die sich um eine Frau, um die fünfzig sind... Und das habe ich einfach mega gemerkt.

00:42:29: Es ging nicht richtig schick an.

00:42:33: Ja, ich musste daran etwas andere Sachen schaffen, damit ich es irgendwie auf die Reihen bekomme mit den Kindern und damit wir das Leben zu leben schaffen, wo wir uns eingerichtet haben ... Ich sah diese Ausschreibung aus und dachte, hey!

00:42:49: Es ist eigentlich nichts zu verlieren, denn es ist damals nicht so gut hier gestanden.

00:43:01: Ich wusste ja, dass ich gar nicht so viel

00:43:05: verlieren kann.

00:43:06: Aber auch wenn man merkt, die vorhin vielleicht ein bisschen gescheitert sind, braucht es irgendwie umso mehr zu sagen, wie ich glaube daran.

00:43:16: Es gibt sehr viele Leute, die mir gesagt haben, ich bin bekannt.

00:43:19: Bist du Wahnsinn?

00:43:21: Ich mache das nicht!

00:43:23: Du setzt dich so aus und ja ... Aber man kann es eigentlich auch nicht wissen, ob man es wirklich will oder kann, wenn man es nicht ausprobiert hat, weil es gar keine Vorbilder gibt, die ich so habe können.

00:43:38: Ich hatte keine weiblichen Vorbildern gekannt rund um mich herum Eigentlich.

00:43:43: Ja, was aus Theater geleitet hat... Aber jetzt hast du ja im Bernhardtheater wie auch ein bisschen die Macht zum sagen ich wähle die Stücke so aus dass die Rollen diverser sind, dass es mehr Rollen für Frauen gibt.

00:43:59: Auch Rollen von Frauen über fünf oder dreißig gibt's.

00:44:03: Kannst du das jetzt wirklich steuern?

00:44:05: Möchtest du es auch bewusst

00:44:08: sein?

00:44:08: Wir hatten z.B.

00:44:10: zwei Engel für Harry, die einfach nur zwei Frauen auf der Bühne stehen, die bei den Speedtags arbeiten.

00:44:19: Sie ist so ein Pflegekrimi und das war etwas ganz Neues eigentlich.

00:44:25: So Frauen im mittleren Alter, Berufsstätig ... Und es geht nicht um die Liebe.

00:44:31: Das war noch spannend.

00:44:33: Sie sind Wettermütter im Hauptthema, in den Wechseljahren ... Also nicht um persönliche Themen, sondern es ist um ihre Berufsalltag.

00:44:43: Und dort habe ich gesagt, wow!

00:44:45: Wenn ich das Stück gelesen habe, denke ich, das ist wirklich mal etwas Neues.

00:44:50: Da geht's um etwas anderes.

00:44:52: Wir haben natürlich eben hier die Möglichkeit, Sachen zu bringen, wo ... Die Frauenrollen können ein bisschen anders herkommen.

00:45:04: Und der Acht ist dich auch darauf?

00:45:06: Ja, es funktioniert auch, oder?

00:45:08: Es geht auch natürlich!

00:45:10: Es ist lässig und mega.

00:45:13: Das ist schon krass.

00:45:14: Ist im Film eigentlich gleich?

00:45:17: Habe ich mich noch gar nicht

00:45:19: so gekackt?

00:45:19: Heute ist natürlich eine grosse Bestrebung hier.

00:45:22: Das weiss ich ja, es ist jetzt ein Altsthema, das ich hier alt in Anführungszeichen auswirke.

00:45:28: Es sind immer noch da, aber wir reden natürlich seit Jahren darüber.

00:45:31: Aber es ist auch wichtig drüber zu sprechen, damit man einen Wandel stattfinden

00:45:39: kann.

00:45:40: Und eben, man muss voran gehen und das machen so wie du es im Bernhardtheater machst.

00:45:44: Was haben die Bernhardtheaters gemeinsam?

00:45:47: Oh, wir lachen gerne.

00:45:52: Nein ich habe schon sehr Freude an Bernhard.

00:45:54: Es ist einfach etwas Schönes den Menschen zu schenken, die sie können lachen.

00:46:03: Also es ergab bei Wie sind die Neuen?

00:46:05: und ich spürte das so stark?

00:46:08: Die Generationen können manchmal mit älteren, grosseltern zusammen in die Vorstellung und schauen das an wie diese Jungen und Alten miteinander funktionieren.

00:46:19: Das ist schon ein Geschenk finde ich.

00:46:24: so etwas dürfen zu machen.

00:46:26: Bekommst du im Bernherrtheater kein Fördergelder?

00:46:30: Was ist deine Strategie um trotzdem am Schluss über die Runde zu kommen?

00:46:37: Also, wir müssen einfach den Erfolg haben.

00:46:42: Wir können es uns nicht leisten, ein Stück zu machen, das die Leute kommen.

00:46:47: Und das ist manchmal ... In diesem Sinn hindere ich, dass man gewisse Sachen nicht ausprobieren kann, weil ich nicht weiss, ob es funktioniert.

00:46:56: Ich muss eigentlich auf ... aufs Stück gehen und auf Sachen, auch auf Gefäße.

00:47:04: Wo ich ziemlich sicher sein kann, dass es genug Leute interessiert wird.

00:47:09: Also ein breiter Publikum, die grosse

00:47:12: Massen?

00:47:12: Genau!

00:47:14: Nicht neistig,

00:47:16: nicht akademisch...

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